Rechtssichere Webseite: Social Media

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Im ersten Teil der Serie "Rechtssichere Webseite" geht es um Social Media. Konkret alles, was deine Webseite mit Social Media Plattformen wie Twitter, Google+, Facebook und Co. zu tun haben können.

Information vorweg: Ich bin weder Rechtsanwalt, noch ist dies eine Rechtsberatung. 100% Sicherheit gibt es nicht, sinnvoll wäre ein passenden Anwalt für Internet- und Markenrecht ebenfalls noch zu Rate zu ziehen. Meine Tipps sind nach bestem Wissen recherchiert und beinhalten viele Grundregeln, die man beachten sollte.

Inhalt
  • Was bedeutet rechtssichere Website in Verbindung mit Social Media?
  • Der Impressumspflicht muss ich also nachgehen
  • Richtlinien für die Social Media Buttons
  • Social Media Buttons selbst gestalten und nutzen
  • Fazit

Was bedeutet rechtssichere Website in Verbindung mit Social Media?

Social Media ist seit dem Web 2.0 ein großes Thema. Fast jede Webseite hat damit etwas zu tun. Ob eigene Themen tweeten, einen Account/Seite für die eigene Homepage auf einer Social Media Plattform oder die Nutzung der Möglichkeiten, Inhalte über andere Webseiten zu publizieren. All das und noch viel mehr benötigt Wissen, nicht wie man es macht, sondern wie man alles möglichst rechtssicher gestaltet.

Impressumspflicht

Impressumspflicht heißt auch Anbieterkennzeichnung. Es muss jedes Werk auch mit dem Anbieter gekennzeichnet werden. Ich beziehe mich auf Deutschland, wobei auch Österreicher und Schweizer solche Pflichten nachgehen müssen, dies aber wieder anders geregelt ist. Hier gibts mehr Informationen dazu: Wikipedia Impressumspflicht.

Das Impressum darf auch umgeleitet werden. Ein kleines Beispiel: Ich besitze eine-domain.at und auch eine-domain.de, also kann ich das Impressum auf der .at Seite einfach auf die .de Seite verlinken. Genau das benötigen wir auch im Social Media. Nutze ich meine Webseite dazu, geschriebene Themen auf Twitter, Facebook, Google+ und Co. zu teilen, tue ich das aus Gründen meines Erfolges. Ich möchte also meine Werke verbreiten.
Meine Social Media Profile benötigen daher ein Impressum. Mir ist nicht bekannt, das ich das auf irgendeiner Seite überhaupt kann, jedoch kann ich auf mein Impressum verlinken - das ist erlaubt.

Der Impressumspflicht muss ich also nachgehen

hier gibts ein paar Screenshots von mir, wie ich dies gelöst habe. Hintergrundinformationen gibt es danach.

Impressum Twitter

Impressum Twitter


Twitter

Bei Twitter ist es einfach. Gehe auf dein Account und wähle die "Bearbeiten" Schaltfläche.
Du kannst deine Webseite eintragen und eine Bio. Ich habe bei der Webseite meine normale Website-Adresse eingegeben, bei der Bio den Link zum Impressum.
Da ich eine selbstsprechende URL habe, brauch ich nicht "Impressum" davor schreiben.
Falls du Links mit Parameter nutzt z.b. index.php?id=0815 dann schreibe
auch "Impressum" vor den Link.

Impressum Facebook

Impressum Facebook


Facebook

Auch bei Facebook habe ich meine Fan-Seite (Seite) mit dem Impressumslink ausgestattet.
Dort habe ich einfach in der normalen Info den Link hineingesetzt. Selbstsprechend und gleich sichtbar.

Impressum Google Plus

Impressum Google Plus


Google+

Da war es schon etwas komplizierter einen Platz zu finden.
Meine Lösung war, die Kontakt-Box dafür zu nutzen. Unter "Privat: Adresse" habe ich hier meine normale Webseite angegegeben. Unter "Geschäftlich: Adresse" dafür den Link zum Impressum angegeben.
Wichtig ist jetzt noch, die Information öffentlich zu hinterlegen, nicht nur den eigenen Kreisen anzuzeigen.

Wichtig nochmal, wer selbstsprechende URLs verwendet, muss nicht "Impressum" vor den Link schreiben, denn man sieht es ja im Link, das man zum Impressum geleitet wird. Optional kann man das aber trotzdem tun.

Richtlinien für die Social Media Buttons

Nun geht es darum, Inhalte auf den Social Media Communities zu teilen. Jeder kennt die kleinen Buttons auf den Webseiten/Blogs, um Inhalte per Klick bei den größten Nummern der Communities zu teilen oder zu liken.
Diese Buttons sind aber nicht immer Rechtssicher gestaltet oder die Funktionalität ist nichts rechtssicher programmiert. Hier kommt nämlich noch der Datenschutz hinzu.

Für WordPress gibt es so viele Plugins, um Inhalte zu teilen. Sicher geht nur, wer die 2 Klicks Sicherheit nutzt, um Datenschutzprobleme entgegenzuwirken. Ein schöner Beitrag dazu wurde von heise.de erstellt. 2 Klicks für mehr Datenschutz auf heise.de lesen.
Bei der 2-Klick Sicherheit werden die Social Media Buttons unwirksam eingeblendet. Man muss diesen erst anklicken, um diese überhaupt zu aktivieren. Erst beim 2. Klick wird das Anbieterfenster zum Teilen geöffnet.
Ich finde die Lösung gut, sicher und recht zuverlässig. Nachteil ist hier wie so oft: Javascript muss aktiviert sein, damit es auch funktioniert. Seit die meisten auf Ajax umgestiegen sind, was Javascript vorraussetzt, haben das wohl aber fast alle Nutzer auch in ihrem Browser aktiviert.
Zum Thema Facebook gab es in letzter Zeit immer etwas Aufruhr, was die 2-Klick Lösung betrifft, gerade bei Heise.de sollte man sich darüber nocheinmal informieren. Die neuste Lösung scheint nun auch Facebook-Konform umgesetzt. Facebook beschwert sich zum datenschutzfreundlichen 2-Klick-Button - auf heise.de lesen.

Social Media Buttons selbst gestalten und nutzen

Wer die Buttons selber gestalten möchte, um auf die eigenen Social Profile weiterzuleiten, muss einiges beachten. Denn dies sind Markenzeichen und unterliegen dem Markenrecht. Eine Verwendung der Logos ist oftmals vorgegeben, andernfalls muss man eben beim Betreiber selbst nachfragen (oder der Service/Rechtsabteilung).

Twitter gibt hier einen sehr verständlichen Leitfaden zur Nutzung der Logos/Buttons raus, was erlaubt ist und was nicht. Ebenso gibt es die verschiedenen Bilder des Logos als Download. Für Webdesigner ein großes Plus, da diese sehr vielfältig gestaltet sind und wohl in jede Webseite oder Blog passen. Auch steht nocheinmal schön beschrieben, wo und wie man die Logos verwenden darf.

Google gibt hier auch einen Leitfaden, jedoch auch mit entsprechenden Quelltexten zur Einbindung. Hier ist wieder Vorsicht beim Datenschutz geboten. Und von diesen eingebetteten Inhalte/Badge halte ich eigentlich auch nicht viel. Schön anzusehen, aber nicht wirklich individuell wenn man viele Community Plattformen nutzt. Hier gehts zum Leitfaden von Google+.

Fazit

Es ist immer abzuwägen, welche Funktionen man auf seiner Seite wirklich brauch, welche Logos man überhaupt verwendet. Rechtssicherheit bedeutet nicht nur Datenschutz, sondern auch die Richtlinien der jeweiligen Seiten zu beachten. Meist liegen Welten zwischen deutschem Recht und dessen Landes, welche die jeweiligen Seiten betreffen.
Mein Tipp: Mach nicht alles nach wie andere Seiten, nutze nicht leichtgläubig Dinge von anderen (speziell Lösungen/WordPress Plugins), ehe du dich konkret zum Thema informiert hast. Das betrifft vorallem die Richtlinien der einzelnen Social Media Communities. Auch gibt es zu fast jedem Thema passende Rechtstexte auf Blogs/Seiten von Anwaltskanzleien. Erst informieren, dann nutzen /verwenden.