Psychologie im Webdesign - Nutzer zum Kauf oder Mitmachen animieren

Dank den sozialen Netzwerken wie Facebook wird es immer schwieriger, Nutzer auf die eigene Webseite zu bekommen. Noch schwieriger ist ein Verkaufsabschluss oder Interaktion des Nutzers. Wir sollten das Potential der Webdesign Psychologie kennen und darauf unsere Webseite bauen.

Inhaltsverzeichnis:
  • Einheitliche Struktur - Abruf des Gehirns
  • Scanning: Suchmuster des Besuchers
  • Diese Nutzertypen besuchen deine Webseite
  • Das solltest du nun beim Webdesign beachten
  • Wie sieht das optimale Seitendesign aus?
  • Weitere Dinge, die du beachten solltest

Webdesign Psychologie: Welche Nutzertypen es gibt

Webdesign Psychologie: Welche Nutzertypen es gibt


Jede Webseite sieht anders aus. Im Grunde folgen die meisten aber einem einheitlichen Grundaufbau:
  • Hauptnavigation oben
  • Themen und weitere Informationen in der Sidebar (links oder rechts)
  • Informationen zur Webseite oder zum Unternehmen im Footer
Das hat sich etabliert und ist seit Jahrzehnten unverändert. Zwar gibt es leichte Anpassung wegen kleinerer Bildschirme (Smartphones), die Struktur ist aber bei fast allen Webseiten gleich.
Für die Nutzer hat das zur F-förmigen Scanning-Methode (überfliegen) beim ersten Besuch einer Webseite geführt. Und das ist so im Gedächtnis, dass es vom Gehirn beim Besuch einer anderen Webseite wieder angewandt werden möchte. Und hier ist unser Ansatz für diesen Artikel.

Scanning: Suchmuster des Besuchers

Bei jedem Nutzertyp gibt es eine Gemeinsamkeit zu beobachten. Die aufgerufene Webseite wird überflogen (scanning) und nach Überschriften, Buttons/Call-to-Action Elementen, fetter Schrift oder Blöcken mit kurzen Informationen durchsucht. Farbige Elemente sind dabei immer ein Blickfang. Auf Bildern trifft das nur bedingt zu, können aber ein Fokus sein.

Lange Texte und Texteabschnitte werden nur dann gelesen, wenn der Besucher sich scheinbar auf der richtigen Seite (die er gesucht hat) befindet. Um den Besucher zu fangen, brauchen wir also knackige Texte und einfache Möglichkeite zum verweilen. Erst nach ein paar Sekunden entscheidet sich, ob der Nutzer bleibt und auch weitere Inhalte der Webseite aufruft. Wird ihm genau das geboten wonach er sucht, sind Kaufabschlüsse oder das Mitmachen schon recht sicher.
Aber schauen wir uns noch die verschiedenen Nutzertypen an.

Diese Nutzertypen besuchen deine Webseite


Typ 1: Der hektkische Informationssuchende:
Dieser Nutzer hat wenig Zeit. Er besucht eine Webseite und hat eine Grunderwartung. Ließt er nicht innerhalb einiger Sekunden das, wonach er sucht, verschwindet dieser wieder. Dieser wird nicht die Kategorie-Links oder Suchfunktion ausführen, sondern z.b. zur Suchmaschine zurückwechseln um seine Suche zu präzisieren oder eine andere Webseite in der Liste anklicken.

Typ 2: Der genaue Informationssuchende:
Dieser Typ behaart auf seine Suche und scannt nicht nur die aufgerufene Webseite, sondern schaut sich auch nach ähnlichen Themen um. Dazu nutzt dieser die Suchfunktion, Kategorie-Links oder angebote Links in Texten.
Dieser Nutzer ist für uns besonders wertvoll.

Typ 3: Der kaufbereite Besucher
Ein Nutzertyp, der vorallem etwas kaufen möchte oder Informationen zu einem Produkt sucht. Vielleicht ist dieser offen für alternative Produkte. Hauptsächlich sucht er aber auch eine Bestätigung, das richtige Produkt/Dienstleistung zu kaufen. Er ließt sich Bewertung, Rezensionen und Kommentare anderer Käufer durch.

Was hat das ganze nun mit dem Webdesign zu tun?

Das solltest du nun beim Webdesign beachten


Seitendesign = Webdesign = Artikeldesign
Wir sollten nicht nur beim Webseiten Design auf die Nutzergruppen achten, sondern auch für erstellte Themen. Neben aussagekräftigen Überschriften sollten wir Elemente wie weiterführende Links (durchaus auch externe Links), Bilder und Call-to-Action Buttons nutzen. Zudem müssen wir Userfeedback sammeln, aufbereiten und günstig für zukünftig kommende Besucher darstellen.

Wie sieht das optimale Seitendesign aus?

  • Trenne den eigentlichen Inhalt von Header und Navigation
  • Biete weiterführendes Wissen mit internen oder externen Links an, um den Text übersichtlich klein zu halten
  • Nutze Bilder und farbige Call-to-Action Elemente
  • Eine interne Suchfunktion hilft, mehr Themen anzubieten, wenn der Nutzer bleiben möchte
  • Zeige dem nutzer ähnliche Inhalte, sodass dieser in der gewünschten Nische noch mehr zu lesen hat
  • Bei Produkten/Dienstleistungen: Bewertung und Kommentare anderer Käufer sollten gezeigt werden
  • Bei Produkten/Dienstleistungen: Zeige ähnliche Produkte. Menschen haben gern eine empfohlene Auswahl - aber ungern die Qual der Wahl!

Weitere Dinge, die du beachten solltest

Möchten wir noch etwas tiefer in die Materie gehen, sollten wir uns mit Farben, Zahlen und Schriftarten befassen. Dies möchte ich jedoch separat noch aufgreifen. Sobald dieser Artikel erstellt wurde, wird er hier verlinkt.
Du solltest dir diese Seite also als Lesezeichen setzen!