Die Geschwindigkeit einer Webpräsenz ist ein weiterer Rankingfaktor. Nach über einen Monat habe ich mich mal darauf gestürzt, um mithalten zu können. Jede kleine Optimierung macht sich irgendwann bezahlt.
In diesem Artikel stelle ich die Cache-Funktion von WordPress vor, mache aber auch einen Blick in PageSpeed.
Die schnelle Webseite
WordPress macht einiges möglich. Oftmals einfacher, als bei einer statischen Webseite. Dabei sollte sich jeder dazu bemühen, ein paar grundlegende Dinge zu optimieren, insofern es möglich ist.
Die wichtigsten Punkte für das Plus an Geschwindigkeit:
- HTML Quellcode entschlacken
Hau unnötige HTML-Tags raus. Nutze dafür CSS vollkommen aus. Es müssen keine DIV-Container ewig weit verschachtelt werden. Nutze in CSS lieber die Bildfunktionen, außen- und innenliegende Rahmen, Innen- und Außenabstand. Schau hier nach. - CSS Klassen nutzen, CSS entschlacken
Es ist bei dem HTML Attribut “class" möglich, mehrere Klassen festzulegen. Diese werden einfach durch ein Leerzeichen getrennt. Damit lassen sich gezielt alle Klassen ansteuern, die für den Style eines Elements (HTML-Tags) zur Strukturierung oder des Designs benötigt werden. Das spart innerhalb der CSS Datei auch viel Quellcode. - PHP Funktionen nutzen
Eine PHP Funktion kann in einer eigenen Datei angelegt werden. Das macht nur Sinn, wenn mehrere Funktionen in einer Datei liegen. Somit kann im restlichen Script viel Platz gespart werden. Sinn macht es auch nur, wenn eine Funktion oder Tätigkeit mehr als 1 mal benötigt wird. Beispielsweise Themen auslesen, Kategorie feststellen, URL-Funktionen. All dies wird nicht nur einmal im Script gebraucht, kann also eine eigene Funktion (oder sogar Klasse) erhalten. - Datenbankabfragen minimieren
Nicht ganz einfach, aber möglich. Zwar sind Datenbankabfragen sehr schnell, aber der Server muss jedesmal wieder die Aktionen ausführen. Das kostet bei vielen Datenbankabfragen auch eine gewisse Zeit. Diese Optimierung macht erst dann wirklich sinn, wenn rund 50 Datenbankabfragen pro Seite überschritten werden und alle anderen möglichen Optimierungspunkte eingehalten wurden. Hier kann man ausrangieren, welche Datenbankabfragen eher unnötig sind. Auch kann es helfen, Datenbankabfragen miteinander zu verketten. - Bilder komprimieren
Bilder lassen sich im jpg / jpeg Format problemlos komprimieren. Bis zu einem gewissen Punkt bleiben diese auch ansehnlich. Der Webmaster muss selbst abwiegen, wann es noch okay ist und wann nicht mehr. Unter Verwendung der jpg Komprimierung spielen auch Web-sichere Farben eine Rolle. Hier der passende Artikel. - Wenige Dateien / requests
Jede Datei die angesteuert/geladen werden muss, benötigt eine gewisse Antwortzeit. Versuche die wichtigsten Elemente in eine entsprechende Datei zu fassen (PHP/HTML/CSS).
Auch die Verwendung der Bilderanzahl ist entscheident für die Ladezeit. Imagemaps können hier Abhilfe schaffen. Dazu folgt später ein umfangreiches Tutorial (wird hier verlinkt)
Nun haben wir eine schöne Liste, die man als Grundlegende Optimierung bezeichnen kann. Man sollte sich dafür einfach mal die Zeit nehmen, da es eine Zeitinvestition für die Zukunft ist. Zudem die Positionen in Google sich auch verbessern.
Genauer möchte ich an dieser Stelle auch nicht eingehen. Es geht weiter mit der nächsten wichtigen Erweiterung, die nur für WordPress Nutzer sinnvoll ist. Natürlich können auch andere CMS/Blog Systeme solch eine Cache Funktion als Plugin / Addon besitzen.
WordPress Cache – Turbomodus aktivieren
In den älteren WordPress Versionen laß ich schon, das Probleme mit der Cache funktion auftreten können. Beispielsweise neue Themen auf der Startseite, neue Kommentare in einem Artikel usw. Gut das es nun ein tolles Plugin für WordPress 3.01+ gibt, welche offenbar keine Probleme aufweist. (jedenfalls bei mir nicht)
WP Super Cache
Das Plugin kann hier gedownloadet werden, oder über die Plugin-Suche im Adminaccount unter “WP Super Cache".
Die Einrichtung hat bei mir sehr lange gedauert, da ich es erst Local testen wollte. Neben htaccess und Dateirechte verändern, war es dann nach ein paar Stunden geschaft. Online habe ich etwa 1 Stunde benötigt. Man sollte sich auch dazu noch etwas belesen, da es verschiedene Cache Arten gibt. Ich habe mich für die bewehrte HTML-Cache Methode entschieden, wo ein Abbild einer jeden Seite als HTML Datei erstellt und gespeichert wird. Daneben gibt es auch eine PHP-Cache Funktion. Das war mir aber dann doch zu unsicher.
Alles in Allem meine wohl beste Entscheidung, diesen Optimierungsweg einzuschlagen. Es gab keine Komplikationen oder andere Nebenwirkungen. Einzig der Aufwand, der Neueinsteigern etwas Zeit kosten kann. Das Plugin weißt aber ordentlich in deutscher Sprache auf Fehler hin (z.b. Dateirechte).
Am Ende ist es wichtig, die Dateirechte wieder auf Standart umzustellen!
Mein Tipp an dich: nehm dir ein Zettel und schreibe wirklich auf, welche Dateien welche Rechte hatten. Denn bei so vielen Dateien und Ordnern ist man am Ende der Installation und Einrichtung schon etwas Müde und kann da ins schwitzen kommen.
PageSpeed
Nach der Installation und Einrichtung von WP Super Cache habe ich mir gleich PageSpeed von den Google Webmaster-Tools installiert. FireBug ist glaub dafür Grundvorraussetzung. Das ist ebenfalls ein Addon, welches über Firefox installiert werden kann. Da ich keinen Internet Explorer nutze, weiß ich nicht ob es auch da möglich ist, PageSpeed zu nutzen.
Die Installation ist vollautomatisch und war nach 5 Sekunden vollbracht. Danach kann unten rechts im Firefox unser Firebug gestartet werden. Dann gibt es da einen neuen Menüpunkt “PageSpeed", wo auch das Laden einer Website analysiert werden kann.
Fazit
Hab mir einen Geschwindigkeitsschub schon vorstellen können. Dieser ist aber sehr gewaltig, wobei ich noch lange nicht alles grundlegend Optimiert habe. Manches ist auch einfach nicht möglich zu optimieren. (WordPress Core).
Das Ergebniss möchte ich euch nicht vorenthalten! Von 3,5 auf 2,4 Sekunden ging die Ladezeit runter. Ich denke, das ist wirklich ein großer Erfolg. Das Resultat ist, Webmaster-Glossar ist schneller als 61% der anderen ähnlichen Websites. Darüber bin ich froh, werde aber noch viel mehr rausholen können. Man beachte die PageSpeed Analysefunktion inkl dessen Bewertung. Damit ist schnell klar welche externe Grafiken, Javascript etc. einfach zu lang brauchen und raus sollten. Das habe ich noch nicht, aber demnächst.
Resultat der Geschwindigkeitsoptimierung

Geschwindigkeit der Webseite optimieren
Man sieht hier sehr schön, wie die Geschwindigkeit immer mehr zunahm. Das lag zum einen an den mehr werdenen Besuchern (nicht jeder hat Standleitung) und zum anderen an den immer mehr werdenen Themen, Links und Grafiken. Nach der Installtion und Optimierung ist das Resultat sehr gut. Ich schätze aber, das es noch etwas runtergehen kann. Angestrebt sind rund 2 Sekunden durchschnittlich, welche im nächsten Tutorial einmal genauer durchgenommen werden.
Hier geht es zu Leistungsoptimierung Teil 2!
Marcus alias Speedy86 ist Administrator dieser Webseite und veröffentlicht unter andem News und interessante Artikel rund um WordPress, Suchmaschinenoptimierung, Programmierung und Webdesign. Im Webmaster-Glossar.de gibt es viel wissenswerten Stoff für Webmaster, Webworker bzw. Selbständige im Internet.Artikel:
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[...] Im ersten Teil ging es bereits um die Geschwindigkeitsoptimierung für die Webseite bzw. auch für WordPress. Hier kannst du den ersten Teil nachlesen, wo alles wichtige enthalten ist: Geschwindigkeitsoptimierung – PageSpeed, WP Cache [...]