Grundsätzlich ist es erst einmal egal, ob man zu Hause arbeitet oder in einem Büro. Sofern man für die Ausstattung seines Arbeitszimmers – und das sollte auch zu Hause vier Wände, ein Fenster und eine Tür haben – selbst verantwortlich ist, sollte man auf einige Dinge Wert legen. Die Prämisse “Geiz ist geil", kann hier nur gelten, wenn man es in einem Atemzug mit “Krank feiern ist geil" nennen kann. Hier also eine kleine Reihe rund um das eigene Büro.
Das Büro
Gegen Ablenkungen gefeit sein
Fangen wir beim Büro selbst an, denn nicht jeder Raum im Haus ist geeignet. Das Büro sollte ausschließlich zur Arbeit verwendet werden – das ist nicht nur wegen der Steuer wichtig. Viele Menschen haben Probleme mit der Arbeit im Homeoffice, weil sie nicht “abschalten" können. Es fällt ihnen schwer, morgens auf Arbeit zu schalten und ein paar Stunden konzentriert durchzuarbeiten. Ständig klingelt das Telefon und vielleicht kommen auch die Kinder hin und wieder mal rein. Will man ungestört und effektiv im Büro arbeiten, dann sollte es feste Arbeitszeiten geben, innerhalb derer das Zimmer für andere Mitglieder des Haushaltes die absolute Tabuzone ist. Die Tür sollte sich darüber hinaus schließen lassen, damit man sich auch von vorbeigehenden Mitbewohnern und Geräuschen aus anderen Zimmern nicht so leicht ablenken lässt. Das private Telefon sollte im Zweifelsfall für die Arbeitszeit stumm geschaltet werden.
Licht macht Laune
Neben den Geräuschen und der Ablenkung spielt aber auch das Licht eine wichtige Rolle. Der Gesetzgeber schreibt bestimmte Normen vor, welche Menge an Licht (Lux genannt) in einem Büro vorhanden sein darf. Natürlich könnte man hier mit Lampen nachhelfen. In der kalten Jahreszeit muss man es sogar wohl. Aber natürliches Licht schafft ein viel angenehmeres Arbeitsklima, in dem sich konzentriert und effektiv arbeiten lässt. Hat man die Wahl, sollte das Arbeitszimmer deshalb nicht im Keller liegen und über ein ausreichend großes Fenster verfügen. Gleichzeitig sollte man die Möglichkeit haben, den Bildschirm so zu stellen, dass es nicht zu Reflektionen kommt. Bei starkem Lichteinfall sind Rollläden wichtig, damit das intensive Licht etwas gedimmt werden kann.
Manchmal spielt die Größe doch eine Rolle
Ganz gleich, ob Homeoffice oder gemietetes Büro – die Abstellkammer ist ungeeignet. Man benötigt in seinem Büro nicht nur ausreichend Platz für Möbel (auf die ich im nächsten Artikel eingehe), sondern auch genug Platz, um sich zu bewegen. Allein die Sitzhaltung, die im Laufe eines mehrstündigen Arbeitstages verschiedene Positionen einnimmt, verlangt unterschiedlich viel Platz. Das mag einem so gar nicht auffallen, wird aber zum ersten Mal unangnehm, wenn man mal kurz die Beine ausstrecken möchte. Gleichzeitig wirkt es sich auch wieder auf die Effektivität der Arbeit aus, wenn man sich von den vier Wänden nicht erdrücken lässt. Die Psyche und das persönliche Wohlbefinden spielen hier eine wichtige Rolle.
Die Fakten im Überblick:
Lichtstärke (Lux): mindestens 300 Lux, als Grafiker sogar mindestens 700 Lux. Zum Vergleich: Ein sehr dunkler, bewölkter Gewitterhimmel hat 1.000 Lux, ein Sonnentag kann auf 100.000 Lux kommen.
Arbeitsfläche: mindestens 8 Quadratmeter bei einer Mindesthöhe von 2,5 Metern, zusätzlich 12 Quadratmeter “Luftraum", die nicht durch Einrichtung und ähnliches blockiert sind. Zwischen Bürostuhl und Wand oder anderem Arbeitsplatz sollten sich mindestens 1,50 Meter befinden
Lärm: maximal 55 Dezibel (entspricht normaler Zimmerlautstärke, Unterhaltungen und liegt dicht unter der “Stressgrenze" von 60 Dezibel. Normaler Bürolärm liegt bei etwa 70 Dezibel und kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen auslösen).
Die hier gemachten Angaben entsprechen den gesetzlichen Vorschriften für einen Computerarbeitsplatz. Natürlich kann man als Selbständiger nicht gezwungen werden, diese Richtlinien einzuhalten. Zur Effizienz der Arbeit und auch zur Aufrechterhaltung der Gesundheit sollte man sich an diese Vorgaben aber unbedingt halten.
Hier geht es zum Artikel über die Einrichtung des Büros, unserem Teil 2.
Marcus alias Speedy86 ist Administrator dieser Webseite und veröffentlicht unter andem News und interessante Artikel rund um WordPress, Suchmaschinenoptimierung, Programmierung und Webdesign. Im Webmaster-Glossar.de gibt es viel wissenswerten Stoff für Webmaster, Webworker bzw. Selbständige im Internet.Artikel:
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