Der Start einer eigenen Webseite oder auch Blog, stellt die erste Herausforderung an die Kategorisierung. Diese ist nicht nur für die Suchmaschinenoptimierung wichtig, sondern auch für Aufbau und Zukunft der ganzen Webseite. Struktur, das A und O !
Das doch recht komplexe Thema möchte ich heute einmal genauer durchleuchten. Darüber hinaus einige anschauliche Beispiele geben, wie man es machen sollte und warum.
Die Themenfindung und -recherche, Kategorie-Aufbau
In dem Artikel “Kategorien recherchieren" habe ich bereits den Grundstein gelegt, wie man seine Kategorien überhaupt findet. Nun, man lernt dazu, darum soll dieses Thema nicht nur ein kleines Update beinhalten, sowie auch eine Sicht auf Google weisen.
Was soll man auf der Webseite finden?
Schreibe dir dazu alle passenden Schlagworte auf, was deine Webseite einmal enthalten soll. Dazu nehmen wir uns einfach Webmaster-Glossar als Beispiel für unsere Kategorisierung.
- CSS
- PHP
- Glossar
- Website / Blog
- Business
Ich habe mir nun 5 Hauptkategorien geschaffen. Dabei ist es nicht einfach, überhaupt ersteinmal an eine solche Kategorieführung zu denken.
Wie man es macht
- Einen Zettel und Stift zur Hand nehmen
- Schreibe alle möglichen Kategorien für deine Seite auf
- Behandle deine Seite als “die Fachseite"
- Recherchiere bei ähnlichen Webseiten, wie die ihre Kategorien aufgebaut haben und warum!
- Nehme dir einen zweiten Zettel
- Bilde aus all deinen Kategorien eine Hand voll Hauptkategorien
- Versuche nun möglichst alle deine restlichen Kategorien den entsprechenden Hauptkategorien zuzuordnen
- Rangiere aus, was nicht passt bzw. was einfach doppelt ist
- Recherchiere die Kategorien um eine gute und einfache Namensgebung hinzubekommen. Bei mehreren Begriffen lohnt die recherche im Google Keywordtool um nach den häufigsten Suchanfragen die beste eigene Kategorie zu finden
Nun haben wir unseren Aufbau mit Haupt- und Unterkategorien. Diese müssen wir nach und nach verfeinern. Außerdem ist zu bedenken, dass man es allein wohl so schnell nicht schaffen wird, Artikel in jede Kategorie zu bringen. Desshalb sortiere unbedingt nach deiner Interesse zum Themengebiet. Mir liegt PHP beispielsweise mehr als CSS, da es umfangreicher ist und eine Herausforderung darstellt.
Nun könnte unser Kategoriebaum wie folgt aussehen
- PHP Programmierung
- Funktionsreferenz
- Grundlagen
- Beispielscripte / Codeschnipsel
- WordPress Programmierung
- CSS Gestaltung
- Eigenschaftsreferenz
- Webdesign
- Codeschnipsel / Tutorials
- Blog und Webseite
- WordPress und CMS
- Blogparaden
- Suchmaschinenoptimierung
- Business
- Selbständigkeit
- Marketing
Historische Daten
Kommen wir zu Google. In der PDF zur Suchmaschinenoptimierung geht es auch um historisches. Unter WordPress sind im Grunde die Kategorien selbst per Zeit geordnet. Älteres liegt also weiter hinten, als neueres. Haut man hingegen News oder andere geschichtliche Artikel, sollte man in Jahreszahlen unterteilen.
Beispiel
- News des Tages
- 2010
- 2009
- 2008
- …
Es gibt auch länger zurückliegendes. Beispielsweise die Weltgeschichte. Diese kann man auch in 50-Jahr Schritten unterteilen.
- Geschichtliche Ereignisse
- 2000 – 2050
- 1950 – 1999
- 1900 – 1949
- 1800 – 1899
- vor 1799
Dies wird von Google sogar empfohlen. Damit lassen sich unzählige Kategorien vermeiden, sowie das nachträgliche Anlegen von einzelnen Jahreszahlen.
Wenn wir in der Historie noch etwas mehr ins detail gehen möchten, könnte diese Kategorisierung helfen:
- Geschichtliches
- 1900 – 1999
- Landleben
- Stadtleben
- Technik
- 1900 – 1999
Dies ist dann in den entsprechenden Jahreszahlen und den unterschiedlichen Themengebieten gut geordnet. Viele Webseiten haben dies aber auch umgedreht.
Also Geschichtliches > Landleben > 1900 – 1999. Natürlich ist dies ebenso richtig. Wichtig ist eine gute Trennung, die man beibehält, die für Besucher und Suchmaschinen deutlich sichtbar verlaufen.
Fehler bei der Kategoriesierung
Eines der meist gemachten Fehler, die mir Anfangs auch ab und an unterlaufen sind, möchte ich hier nocheinmal kurz ansprechen.
Die meisten Fehler merkt man erst, wenn man schon einige Artikel verfasst hat, die Webseite also schon etabliert ist und man Erweiterungen anstrebt.
Erweitert man später Kategorien, ohne vorher sich Gedanken über die Hauptkategorien gemacht zu haben, könnten Fehler bei der Benennung oder Verschachtelung passieren. Beispielsweise folgende Bereiche:
- “PHP" als Hauptkategorie
- “CSS" als Hauptkategorie
Nun nehmen wir weitere hinzu, da wir das ganze ausbauen möchten.
- JavaScript
- Ajax
- HTML
- ASP
- Perl
- usw.
Jetzt sehen wir.. “ahhh, es werden zu viele, wir müssen eine Oberkategorie finden, z.B.: Programmiersprachen“.
Ich habe nicht vor so viel zu machen
Aber dies stellt ein wohl gutes Beispiel dar, wo extrem viele Beiträge inkl. deren Kategorien in eine neue übergeordnete Kategorie rutschen müssen. Dies wirkt sich dann auf alle Links aus, da sich diese ändern werden. Aufgebaute Backlinks gehen verloren und Suchmaschinen müssen neu indexieren. Bei solchen extremen Veränderungen kann es sogar passieren, bei Google und Co. in die Sandbox geschickt zu werden. Passieren tut dies vorallem, wenn lange nichts an einer Seite verändert wurde. Dazu zählen auch Unterkategorien.
Fazit
Bei der Kategorisierung ist also nicht immer eine gute Verschachtelung zu bedenken, sondern auch den Aspekt der Zukunft. Keiner möchte eine wirre Seite irgendwann durch zukünftige Kategorien haben. Alles muss gleichbleibend leicht Verwalt-, Indexier- und Besuchbar sein. Nicht nur Suchmaschinen und der Webmaster müssen damit zurecht kommen, sondern auch die Besucher.
Natürlich ist das nicht leicht. Niemand kann in die Zukunft schauen, aber etwas vorher kalkulieren und auch nicht genutzte Kategorien irgendwo aufgeschrieben (bei WordPress angelegt) haben, ist durchaus sinnvoll.
Marcus alias Speedy86 ist Administrator dieser Webseite und veröffentlicht unter andem News und interessante Artikel rund um WordPress, Suchmaschinenoptimierung, Programmierung und Webdesign. Im Webmaster-Glossar.de gibt es viel wissenswerten Stoff für Webmaster, Webworker bzw. Selbständige im Internet.Artikel:
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